Große Industriebetriebe, Chemieparks, Flughäfen oder Kraftwerke unterhalten oft eine eigene Feuerwehr direkt auf dem Gelände. Diese Werkfeuerwehr ist die vom Unternehmen getragene Feuerwehr, die in erster Linie das eigene Werk vor Bränden, technischen Gefahren und Stoffaustritten schützt. Sie kann von der zuständigen Behörde als Werkfeuerwehr anerkannt sein oder als freiwillige Betriebsfeuerwehr ohne förmliche Anerkennung bestehen.
Werkfeuerwehrleute arbeiten je nach Betrieb hauptberuflich, nebenberuflich oder im Ehrenamt. Die hauptberuflichen Kräfte sind dabei Angestellte des Unternehmens, nicht Beamte der kommunalen Berufsfeuerwehr.
Rechtsgrundlage
- Landesrecht: Die Anerkennung und die Pflichten einer Werkfeuerwehr regeln die Brandschutzgesetze der Länder, nicht ein bundeseinheitliches Gesetz.
- Anerkennungspflicht: Bei besonderen Gefahrenlagen kann die Behörde einen Betrieb zur Aufstellung einer Werkfeuerwehr verpflichten.
- Unfallversicherung: Für Einsätze und Übungen greift der gesetzliche Schutz nach dem SGB VII über den zuständigen Unfallversicherungsträger.
Was das in der Praxis bedeutet
Hauptberufliche Werkfeuerwehrleute tragen dieselben körperlichen Risiken wie kommunale Kräfte, etwa unter Atemschutz oder bei Gefahrstoffeinsätzen. Sie sind aber privatrechtlich angestellt und genießen nicht die beamtenrechtliche Dienstunfähigkeitsversorgung. Verlieren sie ihre Tauglichkeit, fehlt häufig die Absicherung, die Berufsfeuerwehrleute über den Dienstherrn haben.
Genau deshalb lohnt eine private Vorsorge, die auf das Einsatzprofil zugeschnitten ist. Ein spezialisierter Makler wie Blaulichtversichert kennt die besonderen Risiken von Atemschutz und Schichtdienst und prüft, ob deine Police diese Tätigkeit ohne Ausschluss absichert.
Verwandte Begriffe
- Atemschutzgeräteträger, zentrale Tätigkeit mit erhöhten Tauglichkeitsanforderungen.
- G26.3-Tauglichkeit, die arbeitsmedizinische Voraussetzung für den Atemschutzeinsatz.
- Feuerwehrdiensthaftpflicht, Absicherung gegen Schäden im Feuerwehrdienst.
- Feuerwehr-Absicherung: der große Leitfaden, Überblick über alle wichtigen Bausteine.
- Spezialrisiken und Einsatzprofile, warum dein Einsatzbereich die Police beeinflusst.
Quellen
- DFV – Deutscher Feuerwehrverband
- DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
- SGB VII – Gesetzliche Unfallversicherung
- Blaulichtversichert – Versicherungsmakler für Einsatzkräfte