Wechselschichtzulage

Eine Wechselschichtzulage ist eine Erschwerniszulage, die Beamte für den ständigen Dienst in wechselnden Schichten erhalten, also für regelmäßigen Einsatz zu Tag-, Nacht- und Wochenendzeiten.

Sie gleicht die besondere Belastung aus, die entsteht, wenn der Körper sich dauerhaft auf einen unregelmäßigen Rhythmus einstellen muss. Bei der Polizei, im Rettungsdienst und in vielen Bereichen der Feuerwehr gehört der Wechselschichtdienst zum Alltag, und die Zulage erkennt diesen Umstand finanziell an.

Wovon sich die Wechselschichtzulage abgrenzt

Anders als das Grundgehalt, das von Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe abhängt, knüpft die Wechselschichtzulage allein an die Art des Dienstes an. Sie wird nur gezahlt, solange du tatsächlich im qualifizierten Wechselschichtdienst stehst. Von der allgemeinen Polizeizulage ist sie zu trennen, denn diese honoriert die Zugehörigkeit zum Vollzugsdienst, während die Wechselschichtzulage konkret die wechselnden Dienstzeiten ausgleicht. Wichtig für die Planung ist außerdem, dass solche Zulagen in der Regel nicht zur ruhegehaltsfähigen Dienstzeit zählenden Bezüge gehören und damit die spätere Pension meist nicht erhöhen.

Wechselschichtzulage im Blaulicht-Kontext

Für die Absicherung ist die Wechselschichtzulage ein zweischneidiges Thema. Sie erhöht das laufende Einkommen, fällt aber sofort weg, wenn der Dienst endet, etwa bei Dienstunfähigkeit oder im Ruhestand. Bei Blaulichtversichert rechnen wir deshalb mit dem dauerhaft gesicherten Einkommen und nicht mit Zulagen, die an den aktiven Dienst gebunden sind. Wer die Zulage in seine Budgetrechnung einplant, überschätzt schnell, was im Ernstfall tatsächlich übrig bleibt.

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Quellen

ZuM GLOSSAR