Freiwillige Feuerwehr (FF)

Wenn nachts der Melder piept, rücken in den allermeisten deutschen Gemeinden keine hauptberuflichen Kräfte aus, sondern ehrenamtliche. Die Freiwillige Feuerwehr (FF) ist die von Bürgerinnen und Bürgern getragene Form der kommunalen Feuerwehr. Ihre Mitglieder leisten Brandbekämpfung, technische Hilfe und Rettung in ihrer Freizeit, organisiert und ausgestattet durch die jeweilige Gemeinde.

Rund 95 Prozent des Brandschutzes in Deutschland ruhen auf diesen ehrenamtlichen Strukturen. Trotz des Ehrenamts gelten dieselben fachlichen Anforderungen wie bei Berufskräften, etwa bei Ausbildung, Tauglichkeit und Schutzausrüstung.

Wovon sich der Begriff abgrenzt

Die Freiwillige Feuerwehr unterscheidet sich von der Berufsfeuerwehr durch die Art der Mitarbeit. Berufsfeuerwehren bestehen aus hauptamtlichen, angestellten oder verbeamteten Kräften und sind nur in größeren Städten Pflicht. FF-Angehörige üben den Dienst dagegen ehrenamtlich neben ihrem eigentlichen Beruf aus. Davon abzugrenzen sind reine Vereinsstrukturen, denn die FF ist eine kommunale Einrichtung mit hoheitlichem Auftrag, kein privater Verein.

Was das in der Praxis bedeutet

Für deine Absicherung ist die Doppelrolle entscheidend. Im Einsatz greift bei einem Schaden an der eigenen Gesundheit die gesetzliche Unfallversicherung über die zuständige Unfallkasse. Dein ziviler Hauptberuf ist damit aber nicht abgesichert, und genau dort entstehen die meisten Lücken. Verletzt du dich im Feuerwehrdienst so schwer, dass du deinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kannst, zahlt die Unfallkasse nur eingeschränkt. Als auf Einsatzkräfte spezialisierter Makler prüft Blaulichtversichert, ob deine private Vorsorge das Risikoprofil eines aktiven FF-Mitglieds überhaupt abbildet, etwa bei Atemschutz oder gefährlichen Einsatzlagen.

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Quellen

ZuM GLOSSAR