Stell dir vor, ein Teil deines Bruttogehalts fließt jeden Monat in einen Vertrag, der später deine Rente aufbessert, und der Staat hält sich dabei zunächst mit Steuern und Sozialabgaben zurück. Genau das leistet eine Direktversicherung.
Sie ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge, bei der dein Arbeitgeber als Versicherungsnehmer eine Lebens- oder Rentenversicherung auf dein Leben abschließt. Versicherte Person und Bezugsberechtigter bist du. Finanziert wird der Vertrag meist über Entgeltumwandlung, also aus deinem Bruttoentgelt, oft ergänzt durch einen Zuschuss des Arbeitgebers.
So funktioniert es
- Vertragspartner: Der Arbeitgeber schließt den Vertrag ab und führt die Beiträge direkt an den Versicherer ab.
- Entgeltumwandlung: Beiträge gehen aus dem Bruttogehalt, dadurch sinken Steuer und Sozialabgaben in der Ansparphase.
- Auszahlung: Im Rentenalter erhältst du eine lebenslange Rente oder eine Kapitalleistung, die dann nachgelagert besteuert wird.
Was das in der Praxis bedeutet
Für angestellte Einsatzkräfte im Rettungsdienst, in der Pflege oder bei hauptamtlichen Strukturen ist die Direktversicherung häufig der erste Baustein der Zusatzvorsorge, weil sie unkompliziert über den Träger läuft. Wichtig wird sie beim Stellenwechsel, denn der Vertrag lässt sich in vielen Fällen mitnehmen oder ruhend stellen. Was dabei sinnvoll ist, hängt vom Tarif und deiner Situation ab. Blaulichtversichert ordnet als spezialisierter Makler für Einsatzkräfte ein, wie eine Direktversicherung neben Absicherung der Arbeitskraft und privater Vorsorge sinnvoll zusammenspielt.
Verwandte Begriffe
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV), der Oberbegriff, zu dem die Direktversicherung als Durchführungsweg gehört.
- Arbeitgeberwechsel und Versicherung, zeigt, was beim Jobwechsel mit deinem Vertrag passiert.
- Basisrente (Rürup), eine geförderte Alternative für ergänzende Altersvorsorge.
- Leitfaden für angestellte Einsatzkräfte, der große Überblick zu Absicherung und Vorsorge.
- Vorsorge für Einsatzkräfte: die richtigen Anlaufstellen, wo du seriöse Beratung findest.
- Vorsorge in der richtigen Reihenfolge, welcher Baustein zuerst sinnvoll ist.
Quellen
- VVG – Versicherungsvertragsgesetz
- VAG – Versicherungsaufsichtsgesetz
- Verbraucherzentrale – Geld und Versicherungen
- GDV – Gesamtverband der Versicherer