Eine saubere Förderstrategie für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW folgt einer klaren Reihenfolge: zuerst Absicherung (DU/BU), dann Förderungen nach Lücke und Budget. Dieser Artikel ist ein praktischer Leitfaden, wie Sie Förderung im Blaulichtbereich richtig kombinieren.
Wie man Förderung im Blaulichtbereich richtig kombiniert
Das Wichtigste in Kürze
• Schritt 1 – Absicherung: Dienstunfähigkeit (DU) bzw. Berufsunfähigkeit (BU) bei Angestellten vor großer Vorsorge – sonst fehlt im Fall der Fälle das Einkommen. Heilfürsorge, PKV und GKV-Optionen vergleichen und langfristig planen.
• Schritt 2 – Versorgungslücke: Beamte: Erwartete Versorgung schätzen, Lücke zum gewünschten Alterseinkommen berechnen. Angestellte: Gesetzliche Rente + bAV + Lücke. Die Lücke bestimmt, wie viel Sie zusätzlich ansparen müssen.
• Schritt 3 – Reihenfolge der Förderung: bAV bis zur Grenze (wenn Arbeitgeber zuschießt) → Riester (Zulage + Steuer, ggf. Kinderzulage) → VWL mitnehmen. Basisrente nur, wenn Lücke groß und keine Kinder (oder zusätzlich zu Riester). Nicht alles gleichzeitig maximieren – Budget und Netto beachten.
• Schritt 4 – Anpassung: Bei Beförderung, Teilzeit, Kindern, Scheidung Verträge prüfen; Nachversicherung DU nutzen, Riester-Beitrag/Zulage anpassen.
• Für Einsatzkräfte: Förderungen aufeinander abstimmen, nicht doppelt oder widersprüchlich planen; mit Laufbahn und Lebensphasen mitdenken.
Budget und Durchhaltbarkeit
Die monatliche Nettobelastung aus allen Vorsorgebeiträgen muss dauerhaft tragbar sein. Lieber weniger fest planen und durchhalten als zu viel und später Pause oder Kündigung. In der Beratungspraxis: Existenz (Miete, KV, DU) → Alltag (Lebenshaltung) → Vorsorge (Riester, bAV, VWL) – in dieser Reihenfolge priorisieren.
Laufbahn mitdenken
Anwärter: Oft geringes Einkommen – VWL mitnehmen, Riester reduziert oder mit Kinderzulage. Lebenszeitbeamte: Versorgungslücke füllen mit Riester/Basisrente. Angestellte (Rettungsdienst): bAV + Riester + VWL. Wechsel (Angestellter → Beamter): bAV übertragen (z. B. Rürup), Riester weiterführen. Wer die Laufbahn von vornherein mitdenkt, vermeidet Fehlentscheidungen.
Fazit
Leitfaden: 1) DU/Absicherung, 2) Lücke berechnen, 3) bAV → Riester → VWL (ggf. Basisrente), 4) regelmäßig anpassen. Budget und Netto beachten. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.
Quellen und weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und – am Ende – zu unserem Beratungsangebot für Einsatzkräfte.