Die vermögenswirksamen Leistungen (VWL) werden vom Arbeitgeber auf einen Vertrag Ihrer Wahl geleitet – die Anlageform (Bausparvertrag, Fonds, Banksparplan) wählen Sie. Jede Form hat Vor- und Nachteile: Sicherheit vs. Ertrag, Kosten, Bindung, Nutzung (Wohnbauprämie, Auszahlung). Dieser Artikel vergleicht die VWL-Anlageformen im Detail für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
VWL-Anlageformen im Detail-Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
• Bausparvertrag: Arbeitgeber- und Eigenanteil fließen in einen Bausparvertrag; nach Zuteilung können Sie das Guthaben für wohnwirtschaftliche Zwecke (z. B. Tilgung, Kauf) nutzen oder nach 7 Jahren entnehmen. Oft Wohnbauprämie möglich; dafür Bindung und teils hohe Abschlusskosten.
• Fonds: VWL in Investmentfonds – höheres Ertragspotenzial, aber Kursrisiko; Auszahlung nach 7 Jahren (oder bei bestimmten Voraussetzungen früher). Geeignet für Anleger mit längerem Anlagehorizont und Risikobereitschaft.
• Banksparplan: Verzinsung fest oder variabel, geringes Risiko, oft niedrige Erträge; Auszahlung nach 7 Jahren. Geeignet, wenn Sie Sicherheit priorisieren und keine Bauspar- oder Fondsbindung wollen.
• Für Einsatzkräfte: Anlagehorizont, Risikoneigung und geplante Nutzung (Wohnbauprämie, Eigenheim, reine Altersvorsorge) entscheiden – die Anlageform sollte zur Lebensplanung passen.
Bausparvertrag
Der Bausparvertrag nimmt die VWL (Arbeitgeber- + ggf. Eigenanteil) auf; nach Zuteilung (Erreichen der Bausparsumme bzw. Mindestguthaben) können Sie das Guthaben für wohnwirtschaftliche Zwecke (Darlehensnahme, Tilgung, Kauf) oder nach 7 Jahren zur freien Verwendung auszahlen lassen. Vorteile: Möglichkeit der Wohnbauprämie (staatliche Förderung bei bestimmten Einkommensgrenzen), klare Zweckbindung für Immobilie. Nachteile: Oft Abschluss- und Kontogebühren, Zuteilungsdauer kann lang sein, bei vorzeitiger Kündigung Verlust von Prämien oder Gebühren. Für Beamte mit geplanter Immobilie kann Bausparer passen; ohne Immobilienwunsch sind Fonds oder Banksparplan oft flexibler.
Fonds
Fondsgebundene VWL: Die Beiträge werden in Investmentfonds angelegt. Vorteile: Höheres Ertragspotenzial über die Laufzeit, Teilhabe am Kapitalmarkt. Nachteile: Kursrisiko – bei schlechter Börsenlage kann das Guthaben sinken; Kosten (Fondsgebühren, Vertrieb). Die Auszahlung ist in der Regel nach 7 Jahren möglich (oder bei Arbeitgeberwechsel, Arbeitslosigkeit etc. nach den Vertragsbedingungen). Für junge Einsatzkräfte mit langem Anlagehorizont kann Fonds die renditestärkere Wahl sein – sofern Sie Schwankungen akzeptieren.
Banksparplan
Banksparplan: Die VWL wird auf ein Sparprodukt bei einer Bank geleitet (fest oder variabel verzinst). Vorteile: Geringes Risiko, transparente Verzinsung, oft keine Abschlusskosten oder niedrig. Nachteile: Verzinsung oft niedrig (unter Inflation), kein Wohnbauprämien-Anspruch wie beim Bausparer. Nach 7 Jahren können Sie das Guthaben auszahlen lassen. Geeignet, wenn Sie die VWL sicher und ohne Bindung an Bausparen oder Fonds anlegen wollen.
Fazit
VWL-Anlageformen: Bausparvertrag (Wohnbauprämie, Bindung), Fonds (mehr Ertrag, mehr Risiko), Banksparplan (sicher, oft geringe Verzinsung). Für Einsatzkräfte Anlagehorizont, Risiko und Nutzungsplan (Immobilie ja/nein) berücksichtigen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.
Quellen und weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und – am Ende – zu unserem Beratungsangebot für Einsatzkräfte.