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Risikolebensversicherung für Familien – Höhe schnell kalkuliert

20.02.2026 |Allgemein

Eine Risikolebensversicherung sichert Ihre Angehörigen für den Todesfall ab: Sie zahlen einen vergleichsweise geringen Beitrag, und im Leistungsfall erhalten die Begünstigten die vereinbarte Summe. Die zentrale Frage ist: Wie hoch soll die Summe sein? Zu wenig lässt die Familie im Ernstfall mit Lücken dastehen, zu viel kostet unnötig. Dieser Artikel gibt Faustregeln und Schritte, mit denen Sie die Höhe für Ihre Familie schnell und sinnvoll kalkulieren können.

Das Wichtigste in Kürze

Schulden abdecken : Restschuld Immobilie, Autokredit etc. – mindestens so viel, dass keine Verbindlichkeiten auf die Hinterbliebenen zukommen.

Laufende Kosten für einige Jahre : 3–5 Jahre Nettoeinkommen oder konkrete monatliche Fixkosten × gewünschte Jahre als grobe Orientierung für den Lebensunterhalt.

Kinder und Ausbildung : Puffer für Ausbildung, Studium oder Anschub für den Berufseinstieg der Kinder einplanen.

Zwei Verdiener : Oft gegenseitige Absicherung – je eine Police auf den anderen, Summen an jeweiliges Einkommen und Verantwortung anpassen.

Schritt 1: Verbindlichkeiten erfassen

Mindestsumme sollte sein: Alle Kredite und Verbindlichkeiten, die im Todesfall noch bestehen und die die Familie sonst allein tragen müsste. Dazu zählen typischerweise:

Restschuld Bau- oder Immobilienkredit

Autokredit oder andere Ratenkredite

Sonstige Schulden (z. B. Konsumentenkredite)

Wenn Sie diese Summe abdecken, müssen die Hinterbliebenen zumindest nicht unter Druck die Kredite bedienen oder die Immobilie verlieren. Das ist die Basis der Kalkulation.

Schritt 2: Laufende Kosten für den Lebensunterhalt

Über die reine Schuldentilgung hinaus brauchen die Hinterbliebenen Einkommen für Miete (oder laufende Kosten Eigenheim), Lebenshaltung, Versicherungen und Kinder. Eine einfache Faustregel:

3–5 Jahre Nettoeinkommen des Verstorbenen als Kapital, damit die Familie Zeit hat, sich umzustellen (z. B. eigenes Einkommen auszubauen, Waisenrente und ggf. Witwenrente zu nutzen).

Oder differenzierter: Monatliche Fixkosten (Miete, Versicherungen, Lebensmittel, Kinder) × Anzahl der Jahre, die Sie absichern wollen (z. B. 36 oder 60 Monate). Die so ermittelte Summe addieren Sie zu den Verbindlichkeiten.

Beispiel: Restschuld 200.000 € + (2.500 € × 48 Monate) = 200.000 € + 120.000 € = 320.000 € als grobe Orientierung.

Schritt 3: Kinder und Ausbildung

Wenn Kinder da sind, lohnt ein Zuschlag für Ausbildung: Studium, Ausbildung oder Anschub für den Berufseinstieg kosten oft fünfstellig pro Kind. Ein Pauschbetrag (z. B. 30.000–50.000 € pro Kind) oder eine konkrete Schätzung der künftigen Kosten kann in die Gesamtsumme einfließen. So sind die Kinder nicht nur mit der Waisenrente abgesichert, sondern haben ein Polster für Bildung.

Schritt 4: Zwei Verdiener – gegenseitige Absicherung

Bei zwei Einkommen sichern sich Partner oft gegenseitig ab: Jeder schließt eine Risikoleben auf das Leben des anderen ab (oder eine gemeinsame Police mit zwei versicherten Personen). Die Summe pro Person kann unterschiedlich sein – orientiert am jeweiligen Einkommen und an der Frage: „Wie viel fehlt der Familie, wenn genau diese Person wegfällt?“ Wer z. B. den Großteil des Einkommens erbringt, wird meist höher abgesichert; der andere mit einer geringeren Summe (z. B. für Übergangszeit und Kinderbetreuung).

Kurz: Formel für die schnelle Kalkulation

Orientierung (nicht starr):

Mindestsumme = Restschuld aller Kredite

+ 3–5 Jahre Nettoeinkommen (oder Fixkosten × gewünschte Monate)

+ Puffer pro Kind für Ausbildung (z. B. 30.000–50.000 €)

Daraus ergibt sich eine Zielsumme. Diese können Sie je nach Budget und Prioritäten anpassen (z. B. erst Schulden + 3 Jahre, später Nachversicherung für längeren Zeitraum). Die Laufzeit sollte mindestens bis zur Tilgung der wichtigsten Kredite reichen, ggf. bis die Kinder aus dem Haus oder aus der Ausbildung sind.

Mit diesen Schritten haben Sie eine solide Basis für die Höhe Ihrer Risikolebensversicherung – für ein detailliertes Feintuning lohnt die Abstimmung mit einem Berater.

Fazit

Risikoleben-Höhe: Verbindlichkeiten, laufende Kosten und ggf. Ausbildung der Kinder einrechnen; bei zwei Verdienern gegenseitige Absicherung prüfen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und – am Ende – zu unserem Beratungsangebot für Einsatzkräfte.

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