Bei begrenztem Budget – typisch für Anwärter und Berufseinsteiger – ist die Reihenfolge der Absicherung entscheidend. Was zuerst, was später? Dieser Artikel gibt eine klare Prioritätenliste für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW.
Prioritäten setzen: Was zuerst absichern?
Das Wichtigste in Kürze
• Priorität 1 – Einkommen bei DU/BU : DU (Beamte) bzw. BU (Angestellte) in passender Höhe (Lücke schließen), mit echter Klausel (DU), Verzicht abstrakte Verweisung (BU), psychischen Leistungsbildern und Nachversicherung. Existenzielle Absicherung – zuerst. Bei Anwärtern: DU-Anwartschaft, wenn volle DU noch nicht bezahlbar.
• Priorität 2 – Hinterbliebene : Wenn Partner oder Kinder von Ihrem Einkommen abhängen – Risikolebensversicherung in bedarfsgerechter Höhe und Laufzeit. Nach DU/BU, aber vor optionalen Bausteinen.
• Priorität 3 – Optionen : GF, Unfall, Pflegezusatz, Rechtsschutz – nur, wenn Priorität 1 und 2 stehen und Budget reicht. Nicht auf Kosten von DU/BU oder Risikoleben.
• Anwärter : DU-Anwartschaft vor GF – Anwartschaft sichert späteren DU-Abschluss ohne Gesundheitsprüfung; GF deckt nur Teilfälle. Risikoleben bei Familie (z. B. Kind, Kredit) einplanen.
• Praxishinweis : In der Beratungspraxis wird immer die Reihenfolge eingehalten: Existenz (DU/BU) → Hinterbliebene (Risikoleben) → Optionen. Nie GF oder Unfall vor DU/BU priorisieren.
Prioritätenliste
1. DU/BU (Höhe, Klausel, Psyche, Nachversicherung)
2. Risikoleben (wenn Angehörige abhängig)
3. GF (nur Zusatz oder Plan B)
4. Unfall (optional)
5. Pflege, Rechtsschutz (optional)
Stolpersteine
• „GF ist günstiger“ : Falsche Priorität – DU/BU zuerst, GF nur danach oder als Plan B.
• Alles auf einmal : Budget nicht überlasten – schrittweise nach Priorität aufbauen.
Fazit
Prioritäten: 1. DU/BU (Einkommen), 2. Risikoleben (Hinterbliebene), 3. GF/Unfall/Pflege (optional). Reihenfolge einhalten – Existenz vor Optionen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.
Quellen und weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und – am Ende – zu unserem Beratungsangebot für Einsatzkräfte.