Das Grundgehalt einer Pflegekraft erzählt nur die halbe Wahrheit. Nacht-, Wochenend- und Wechselschichtzulagen machen am Monatsende oft mehrere Hundert Euro aus. Wer beim Krankentagegeld nur das Grundgehalt ansetzt, sichert genau diesen Teil nicht ab und steht im langen Krankheitsfall mit deutlich weniger da.
Krankentagegeld für Pflegekräfte: Schichtzulagen einrechnen
Das Wichtigste in Kürze
• Das Krankentagegeld springt ein, wenn die Lohnfortzahlung nach sechs Wochen endet.
• Maßgeblich ist das tatsächliche Nettoeinkommen, nicht nur das Grundgehalt.
• Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Wechselschicht gehören in diese Rechnung.
• Wer sie weglässt, unterversichert sich um einen festen Gehaltsbestandteil.
Warum die Zulagen so stark ins Gewicht fallen
In der Pflege ist Schichtdienst die Regel, nicht die Ausnahme. Die Wechselschichtzulage und die Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit sind fester Teil des Einkommens, nicht ein gelegentlicher Bonus. Fällt jemand monatelang aus, verschwinden diese Zuschläge zuerst. Das Krankentagegeld muss deshalb auf dem vollen Nettoeinkommen aufsetzen, sonst klafft genau dort eine Lücke, wo das Geld besonders verlässlich floss.
So wird das Krankentagegeld richtig bemessen
Sinnvoll ist es, den Tagessatz am durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate auszurichten, inklusive aller regelmäßigen Zulagen. Bei Blaulichtversichert rechnen wir für Pflegekräfte diesen realen Bedarf aus und stimmen das Krankentagegeld mit der Berufsunfähigkeitsabsicherung ab, damit kurzer und dauerhafter Ausfall lückenlos ineinandergreifen.
Fazit
Krankentagegeld ohne Zulagen ist wie ein halbes Gehalt im Krankheitsfall. Wer den Schichtanteil einrechnet, sichert sein echtes Einkommen. Den vollständigen Überblick gibt der Leitfaden zur BU als Pflegekraft.