Absicherung und Altersvorsorge wirken oft abstrakt – bis man konkret wird. Welche ersten Schritte bringen Sie weiter, ohne überwältigt zu werden? Dieser Artikel gibt eine klare Reihenfolge: Überblick verschaffen, Lücken erkennen, Prioritäten setzen und Schritt für Schritt umsetzen. So starten Sie durch – mit einem Plan statt mit Zufall.
Nächste Schritte – so starten Sie durch
Das Wichtigste in Kürze
• Schritt 1 : Bestandsaufnahme – welche Verträge haben Sie (DU/BU, PKV, Riester, VWL, bAV, Rechtsschutz)? Was läuft, was fehlt?
• Schritt 2 : Versorgungslücke grob beziffern (Bedarf minus Versorgung minus private Vorsorge) und DU/BU-Lücke (was fehlt im Leistungsfall?).
• Schritt 3 : Prioritäten setzen – zuerst Absicherung (DU/BU, Risikoleben), dann Vorsorge; Fristen (Nachversicherung, Kündigung) beachten.
• Schritt 4 : Umsetzen – eine Sache nach der anderen: Beratungstermin, Vertragsprüfung, Nachversicherung beantragen, Unterlagen ordnen.
Schritt 1: Bestandsaufnahme
Sammeln Sie alle relevanten Verträge und Unterlagen:
• Absicherung : DU oder BU, Risikolebensversicherung, Rechtsschutz, Haftpflicht.
• Krankenversorgung : PKV-Police, Beihilfebescheide, GKV-Nachweise.
• Altersvorsorge : Riester, VWL, bAV (Vertrag, letzte Leistungsmitteilung).
• Sonstiges : Kreditverträge (Immobilie, Auto), Testament, Vorsorgevollmacht.
Listen Sie kurz: Vertrag, Anbieter, Beitrag, Leistung/Laufzeit. So sehen Sie auf einen Blick, was da ist und wo Lücken oder Dopplungen sind.
Schritt 2: Lücken erkennen
Versorgungslücke: Wie viel monatlich brauchen Sie im Ruhestand? Was liefert Versorgung (Pension/Rente) und private Vorsorge? Die Differenz ist die Lücke – sie sollte durch zusätzliche Vorsorge oder Anpassung (länger arbeiten, Ausgaben senken) geschlossen werden.
DU/BU-Lücke: Wenn Sie dienstunfähig oder berufsunfähig wären – was zahlen Versorgung/Übergangsgeld und was Ihre DU/BU-Versicherung? Reicht das für Fixkosten und Lebensstandard? Wenn nicht, Nachversicherung prüfen oder Absicherungshöhe anheben.
Krankenversorgung: Beihilfe + Restkosten-PKV passend? Bei Angestellten: GKV oder PKV – und ist die Wahl bewusst und langfristig getroffen?
Mit diesen drei Fragen haben Sie die wichtigsten Lücken im Blick.
Schritt 3: Prioritäten setzen
Erste Priorität: Existenzielle Absicherung – DU/BU, Risikoleben (wenn Familie), Krankenversorgung. Ohne sie ist alles andere gefährdet.
Zweite Priorität: Altersvorsorge – Versorgungslücke schließen (Riester, VWL, bAV, Kapital), Förderungen nutzen und abstimmen.
Dritte Priorität: Ordnung und Vorsorge – Unterlagen ordnen, Testament/Vorsorgevollmacht, Fristen (Kündigung, Nachversicherung) im Kalender.
Fristen: Nachversicherung bei DU/BU oft nur innerhalb von 6–12 Monaten nach Anlass (Beförderung, Gehaltserhöhung, Geburt) – also sofort prüfen, ob Sie einen Anlass verpasst haben.
Schritt 4: Umsetzen – eine Sache nach der anderen
• Beratungstermin vereinbaren (z. B. kostenlose Erstberatung), um Bestandsaufnahme und Lücken mit jemandem durchzugehen, der sich mit Einsatzkräften auskennt.
• Eine konkrete Maßnahme als Nächstes wählen: z. B. „Nachversicherung DU beantragen“, „Riester-Vertrag prüfen lassen“, „Unterlagen digital ordnen“.
• Termin setzen (z. B. „bis Ende des Monats“) und erledigen – dann die nächste Sache angehen.
So vermeiden Sie Stillstand und bauen Schritt für Schritt eine solide Finanz- und Absicherungsbasis auf.
Kurz: Ihre nächsten Schritte
1. Bestandsaufnahme – alle Verträge und Unterlagen auflisten.
2. Lücken – Versorgungslücke, DU/BU-Lücke, Krankenversorgung prüfen.
3. Prioritäten – zuerst Absicherung, dann Vorsorge; Fristen beachten.
4. Umsetzen – eine Maßnahme nach der anderen mit klarem Termin.
So starten Sie durch – strukturiert und mit klarem Ziel.
Fazit
Mit Bestandsaufnahme, Lückenerkennung und klaren Prioritäten (DU/BU, Grundschutz, dann Vorsorge) starten Sie strukturiert durch. Ein Schritt nach dem anderen statt alles auf einmal. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.
Quellen und weiterführende Informationen
Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und – am Ende – zu unserem Beratungsangebot für Einsatzkräfte.