Einsatzkräfte mit Kindern müssen klären: Wie sind die Kinder krankenversichert, und welche weiteren Versicherungen sind sinnvoll? Bei Beamten greift Beihilfe für Kinder, bei Angestellten oft die Familienversicherung in der GKV. Zusätzlich spielen Unfall-, Haftpflicht- und ggf. Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenabsicherung eine Rolle. Dieser Kurzüberblick ordnet die wichtigsten Bausteine für Kinder und Versicherung in Familien von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
Kinder und Versicherung – Kurzüberblick für Einsatzkräfte mit Familie
Das Wichtigste in Kürze
- Krankenversicherung:
- Beamtenkinder sind über Beihilfe (plus ggf. Restkosten-PKV der Eltern oder Kindertarif) abgesichert; Kinder von GKV-Versicherten oft kostenfrei familienversichert, solange die Voraussetzungen (Alter, Einkommen) erfüllt sind.
- Private Haftpflicht
- sollte die Kinder mit einschließen – viele Familienverträge decken Kinder bis zum Ende der ersten Ausbildung bzw. bestimmtes Alter; prüfen, ob Volljährige noch mitversichert sind.
- Unfallversicherung
- für Kinder: Gesetzliche Unfallversicherung gilt nur in Kita/Schule und Wegen; für Freizeit und Sport eine private Kinderunfallversicherung oder erweiterte Deckung erwägen.
- Vorsorge:
- Invaliditätsabsicherung, Ausbildungs- oder Hinterbliebenenabsicherung (Waisenrente, Kapital) je nach Situation – besonders wenn ein Elternteil Alleinverdiener oder hohes Einkommen hat.
Krankenversicherung: Beihilfe, GKV und PKV für Kinder
Bei Beamtinnen und Beamten haben Kinder Anspruch auf Beihilfe nach den jeweiligen Beihilfevorschriften (Bund/Land). Der Rest der anerkannten Kosten wird über die Restkostenversicherung der Eltern (Kinder oft mitversichert) oder einen eigenen Kindertarif in der PKV abgedeckt. Wichtig: Altersgrenzen und Bedingungen (z. B. Volljährigkeit, Ausbildung) in den Beihilfevorschriften und im PKV-Vertrag prüfen.
Bei angestellten Einsatzkräften in der GKV sind Kinder in der Regel familienversichert, wenn sie das 18. (bzw. 23. oder 25. Lebensjahr unter Bedingungen) noch nicht überschritten haben und kein eigenes Einkommen oberhalb der Grenze haben. Wer als Angestellter in der PKV ist, muss Kinder separat versichern – oft über Kindertarife mit vergünstigten Beiträgen. Der Wechsel eines Elternteils von Angestellten- ins Beamtenverhältnis ändert die Konstellation; dann Beihilfe und ggf. Restkosten-PKV für die Kinder anpassen.
Haftpflicht, Unfall und weitere Bausteine
Private Haftpflicht: Kinder sind in vielen Verträgen bis zum Ende der ersten Ausbildung oder bis zu einem festen Alter (z. B. 25) mitversichert. Schäden, die Kinder verursachen, können teuer werden – der Vertrag sollte deliktunfähige und deliktfähige Kinder abdecken; bei Volljährigkeit prüfen, ob sie noch im Vertrag der Eltern sind oder eine eigene Police brauchen.
Unfallversicherung: Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur in Kita, Schule und auf dem direkten Weg. Für Unfälle in Freizeit, Sport oder zu Hause gibt es keinen gesetzlichen Schutz. Eine private Kinderunfallversicherung oder eine Invaliditätsabsicherung (z. B. mit Kapitalleistung bei dauerhafter Beeinträchtigung) kann die Lücke schließen. Optional: Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenabsicherung der Eltern, damit bei Tod oder BU des Hauptverdieners die Familie und die Ausbildung der Kinder abgesichert sind. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.