Einmal im Jahr die Finanzen und Absicherung durchgehen – das spart Lücken, Doppelungen und verpasste Fristen. Für Einsatzkräfte mit DU, Beihilfe, PKV und Altersvorsorge lohnt sich eine strukturierte Jahres-Checkliste, die Sie in 30 bis 60 Minuten abarbeiten können. Dieser Artikel liefert eine konkrete Checkliste: Was Sie prüfen sollten, welche Fristen relevant sind und wo Sie bei Bedarf nachlegen oder nachfragen.
Jahres-Checkliste Finanzen für Einsatzkräfte
Das Wichtigste in Kürze
- DU und BU:
- Beitragszahlung und Leistungshöhe passen noch zum Einkommen? Tätigkeitsbeschreibung aktuell (z. B. Beförderung, Schichtwechsel)? Nachversicherungsoptionen genutzt? Fristen für Anzeigen (Adresse, Beruf) eingehalten?
- Altersvorsorge:
- Beamte haben keine gesetzliche Rente in gleicher Form – Zusatzversorgung (z. B. VBL) und private Altersvorsorge prüfen; Beiträge und Zielrente im Blick; ggf. Riester/Rürup oder betriebliche Bausteine anpassen.
- Krankenversorgung:
- Beihilfe- und PKV-Unterlagen aktuell? Änderungen (Familienstand, Kinder) der Beihilfestelle gemeldet? Heilfürsorge bei Auslandseinsätzen geklärt?
- Unterlagen:
- Verträge, Jahresabrechnungen und Bescheide ordnen; Ablage für Steuer (z. B. Vorsorgeaufwendungen) vorbereiten; Fristen für Beihilfe-Einreichung und Steuererklärung im Kalender.
DU, BU und Absicherung
Dienstunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung: Sind die vereinbarte Rente und Laufzeit noch passend (z. B. bis 67)? Haben sich Tätigkeit oder Dienstherr geändert – und wurde das dem Versicherer mitgeteilt? Nachversicherungsoptionen (ohne erneute Gesundheitsprüfung) sollten genutzt werden, wenn Gehalt oder Familie gewachsen sind. Prüfen Sie außerdem: Sind alle Beiträge gezahlt? Gibt es Rückforderungs- oder Leistungsanzeigen mit Fristen? Ein kurzer Blick in die Bedingungen und die letzte Jahresabrechnung genügt oft, um Lücken zu erkennen.
Altersvorsorge und Versorgung
Beamte erhalten Ruhegehalt vom Dienstherrn; die Höhe hängt von Dienstzeit und Besoldung ab. Zusatzversorgung (z. B. VBL bei Bund/Ländern) und private Altersvorsorge (Riester, Rürup, Kapitalanlage) sollten jährlich geprüft werden: Reicht die erwartete Gesamtversorgung? Sind Beiträge und Risiko noch stimmig? Bei Änderungen (Beförderung, Teilzeit, Familienphase) Anpassung erwägen und ggf. Beratung einholen.
Beihilfe, PKV und Heilfürsorge
Beihilfeberechtigung und Restkosten-PKV müssen zu Ihrem Status passen (z. B. Familienbeihilfe, Kinder). Änderungen (Hochzeit, Geburt, Scheidung) der Beihilfestelle und dem PKV-Anbieter melden – sonst drohen Fehlzahlungen oder Rückforderungen. Wenn Sie Auslandseinsätze planen: Heilfürsorge und ggf. Reisekrankenversicherung vor Abreise klären; das kann Teil der Jahresplanung sein.
Fazit
Eine Jahres-Checkliste für Finanzen und Absicherung hilft Einsatzkräften, DU, Altersvorsorge, Beihilfe und Verträge im Griff zu behalten. Die wichtigsten Punkte: DU/BU prüfen, Altersvorsorge anpassen, Beihilfe/PKV aktuell halten und Unterlagen ordnen. Ein fester Termin (z. B. Januar oder nach Gehaltsanpassung) erleichtert die Routine. Bei Unsicherheit: auf Einsatzkräfte spezialisierten Berater einbinden. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.