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DU bei Vorerkrankungen: Was ist möglich für Einsatzkräfte?

20.02.2026 |Allgemein

Viele Beamtinnen und Beamte sowie Anwärter haben Vorerkrankungen – von Rückenbeschwerden über Asthma bis zu psychischen Belastungen. Kann man trotzdem eine Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) abschließen, und unter welchen Bedingungen? Die Versicherer prüfen die Gesundheit beim Antrag und können Annahme, Risikozuschlag, Ausschluss oder Ablehnung aussprechen. Dieser Artikel erklärt, was bei Vorerkrankungen möglich ist und welche Wege es gibt.

Das Wichtigste in Kürze

Gesundheitsprüfung:
Beim Antrag auf eine DU müssen Sie Gesundheitsfragen beantworten; die Versicherung kann Unterlagen (Arztberichte, Befunde) anfordern und entscheidet dann: Annahme (ggf. mit Zuschlag), Ausschluss (Leistung nur bei DU aus anderen als den ausgeschlossenen Gründen), Ablehnung.
Risikozuschlag:
Oft wird bei erhöhtem Risiko ein Zuschlag auf den Beitrag erhoben (z. B. 25 % oder 50 %); die DU bleibt dann für alle Ursachen leistungspflichtig – eine echte Alternative, wenn Sie den Mehrbeitrag tragen können.
Ausschluss:
Die Versicherung kann bestimmte Krankheiten oder Körperteile von der Leistung ausschließen (z. B. „Leistung bei Dienstunfähigkeit infolge Rückenleiden ausgeschlossen“); bei DU aus anderen Gründen leistet sie normal. Ausschluss kann sinnvoll sein, wenn sonst Ablehnung droht.
Anwartschaft und Gruppenverträge:
Anwartschaft (Option auf spätere DU ohne erneute Gesundheitsprüfung) kann schon in jungen Jahren oder als Anwärter sinnvoll sein. Gruppen-DU (z. B. über Dienstherr oder Verbände) hat oft erleichterte oder keine Gesundheitsprüfung – Leistungsumfang und Beitrag prüfen.

Gesundheitsprüfung und mögliche Entscheidungen

Beim Antrag auf eine DU-Versicherung werden Sie nach Krankheiten, Behandlungen, Medikamenten und ggf. Familienanamnese gefragt. Die Angaben müssen wahrheitsgemäß sein – Verschweigen kann zur Leistungsverweigerung oder Vertragsaufhebung führen, auch Jahre später. Die Versicherung kann Arztberichte oder Befunde anfordern und ggf. den Amtsarzt oder einen Gutachter einbinden. Mögliche Entscheidungen: (1) Annahme zum Normaltarif. (2) Annahme mit Risikozuschlag – höherer Beitrag, volle Leistung bei DU aus beliebiger Ursache. (3) Annahme mit Ausschluss – Leistung nicht bei DU infolge bestimmter Krankheiten (z. B. Rücken, Psyche); bei DU aus anderen Gründen volle Leistung. (4) Ablehnung – kein Vertrag. Welche Entscheidung im Einzelfall getroffen wird, hängt von der Art und Schwere der Vorerkrankung, der Stabilität und der Risikopolitik des Anbieters ab. Mehrere Anbieter anfragen lohnt sich – die Bewertung von Vorerkrankungen unterscheidet sich.

Risikozuschlag vs. Ausschluss: Vor- und Nachteile

Risikozuschlag: Sie zahlen mehr Beitrag, haben aber vollen Schutz – auch wenn die DU aus der vorerkrankten Sache eintritt. Vorteil: Keine Lücke. Nachteil: Höhere laufende Kosten. Ausschluss: Sie zahlen Normaltarif, aber bei DU infolge der ausgeschlossenen Erkrankung leistet die Versicherung nicht. Vorteil: Günstiger; bei DU aus anderen Gründen (Unfall, andere Krankheit) volle Leistung. Nachteil: Kein Schutz für genau diese Ursache. Die Wahl hängt von Ihrer Einschätzung ab: Ist das Risiko für DU aus der Vorerkrankung hoch, kann Zuschlag sinnvoller sein; ist es gering und Sie wollen sparen, kann Ausschluss vertretbar sein. Ein auf Einsatzkräfte spezialisierter Berater kann Ihnen helfen, Angebote zu vergleichen und die beste Option zu wählen.

Anwartschaft und Gruppen-DU

Anwartschaft: Sie sichern sich die Option, zu einem späteren Zeitpunkt (z. B. nach Verbeamtung, ohne erneute Gesundheitsprüfung) eine volle DU abzuschließen. Dafür zahlen Sie einen geringen Anwartschaftsbeitrag. Sinnvoll z. B. für Anwärter oder junge Beamte, die noch keine DU haben oder die ihre Gesundheit später (nach Besserung einer Vorerkrankung) erneut prüfen lassen wollen. Gruppen-DU: Über Dienstherr, Gewerkschaft oder Verband werden oft Gruppenverträge angeboten – teils mit erleichterter oder ohne Gesundheitsprüfung. Die Leistung (Rente, Wartezeit, Definition Dienstunfähigkeit) und der Beitrag können von Einzelverträgen abweichen; prüfen Sie, ob die Höhe und die Bedingungen für Sie ausreichen. Eine Kombination aus Gruppen-DU (Basis) und individueller DU (mit Ausschluss oder Zuschlag) kann in Einzelfällen sinnvoll sein.

Checkliste: DU trotz Vorerkrankungen

Wahrheitsgemäße Angaben
in den Gesundheitsfragen – keine Verschweigung; bei Unklarheit lieber angeben.
Mehrere Anbieter
anfragen – Bewertung von Vorerkrankungen unterscheidet sich.
Risikozuschlag
in Betracht ziehen, wenn Sie vollen Schutz wollen und den Mehrbeitrag tragen können.
Ausschluss
prüfen – nur wenn Sie das Risiko der ausgeschlossenen Ursache akzeptieren.
Anwartschaft
oder Gruppen-DU als Ergänzung oder Einstieg prüfen.

Fazit

DU bei Vorerkrankungen ist möglich – oft mit Risikozuschlag oder Ausschluss; in Einzelfällen auch Ablehnung. Risikozuschlag gibt vollen Schutz bei höherem Beitrag; Ausschluss spart Beitrag, lässt aber eine Lücke für die ausgeschlossene Ursache. Anwartschaft und Gruppen-DU können erleichterte Bedingungen bieten. Mehrere Anbieter vergleichen und ggf. Beratung nutzen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.

Quellen und weiterführende Informationen

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