Polizistinnen und Polizisten – ob Beamte oder Angestellte – brauchen eine Dienstunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsabsicherung (DU/BU). Eine Checkliste hilft, die DU/BU strukturiert zu prüfen und anzupassen. Dieser Artikel bietet eine DU-Checkliste für Polizei mit den wichtigsten Punkten.
DU Checkliste für Polizei: Überblick für Einsatzkräfte
Das Wichtigste in Kürze
• Bedarf: Beamte: Überbrückung bis Versorgung + Lücke; Angestellte: BU als Hauptabsicherung – Zielrente am Einkommen und Lebensstandard orientieren.
• Tarif: Verzicht auf Verweisung und abgestufte Leistung für Polizei sinnvoll; Laufzeit, Wartezeiten und Leistungsdefinition prüfen.
• Beitrag: Muss dauerhaft tragbar sein; Nachversicherung einplanen; bei Arbeitgeberwechsel (z. B. Bund/Land) Bestand prüfen.
• Praxis-Tipp: Früh absichern; regelmäßig (z. B. bei Beförderung, Gehaltsänderung) Bestand prüfen.
Checkliste – DU/BU für Polizei Schritt für Schritt
1. Bedarf ermitteln: Beamte: Überbrückung + Lücke zur Versorgung; Angestellte: Nettoeinkommen und Lebensstandard; betriebliche BU/DU einbeziehen. Bei Polizeibeamten liegt die Versorgung bei Dienstunfähigkeit oft bei 35–65 % des letzten Gehalts; die Lücke von z. B. 1.500–2.500 € sollte die DU abdecken. Angestellte Polizistinnen und Polizisten haben keine Amtsversorgung – hier ist die BU die zentrale Absicherung, orientiert an 60–70 % des Nettos.
2. Tarif wählen: Verweisungsverzicht, abgestufte Leistung; Anbieter für Einsatzkräfte und öffentlichen Dienst vergleichen. Polizei zählt zu den Risikoberufen; Tarife mit Verzicht auf abstrakte Verweisung und polizeispezifischer Leistungsdefinition (z. B. „Ausübung des Polizeidienstes“) sind wichtig.
3. Beitrag prüfen: Tragbar für Dauer; Nachversicherung vereinbaren; bei Anwärtern Jungtarife prüfen. Beiträge für Polizei liegen oft 20–40 % über „Büroberufen“; Nachversicherung von z. B. 1.000 € Rente pro Jahr ohne erneute Gesundheitsprüfung einplanen.
4. Gesundheitsfragen: Wahrheitsgemäß beantworten; bei Vorerkrankungen Annahme und Zuschläge klären. Bei Zuschlägen von 25–50 % oder Annahme unter Ausschluss lohnt ein Vergleich; Dokumentation der Angaben für spätere Leistungsfälle aufbewahren.
5. Bestand prüfen: Bei Arbeitgeberwechsel (andere Behörde, Bund/Land), Beförderung, Gehaltsänderung Rente und Beitrag anpassen; Dokumentation führen. Wechsel zwischen Bund und Land oder zwischen Ländern kann Änderungen bei betrieblichen Zusagen mit sich bringen – Verträge und Höhe der DU/BU prüfen.
Wann die Checkliste nutzen
Nutzen Sie die Checkliste beim Erstabschluss, bei Wechsel (Beamter/Angestellter, Behörde), bei Beförderung und bei Gehaltsänderung. So bleibt die DU/BU für die Polizei passend. Konkret: vor dem ersten Vertragsabschluss; bei Wechsel von Anwärter zu Beamter auf Probe bzw. Lebenszeit; bei Versetzung zwischen Behörden (z. B. Landespolizei → BPol); bei jeder Gehaltsstufe oder Beförderung (z. B. A 9 → A 10); jährlich oder bei Familienänderung (Heirat, Kinder, Hausbau).
Fazit
Mit einer DU-Checkliste für Polizei behalten Sie Bedarf, Tarif und Beitrag im Blick und vermeiden Lücken. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.