Polizistinnen und Polizisten – ob im Beamten- oder Angestelltenverhältnis – brauchen eine Dienstunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsabsicherung (DU/BU). Der DU-Beitrag für Polizei wird von Versicherern anhand von Alter, Gesundheit, Absicherungshöhe und Berufsrisiko kalkuliert; der Polizeivollzugsdienst wird in der Regel in höheren Risikogruppen eingestuft. Dieser Artikel erklärt, worauf Sie beim DU-Beitrag Polizei achten sollten.
DU Beitrag für Polizei: Kurzüberblick
Das Wichtigste in Kürze
• DU/BU-Beitrag für Polizei ist in der Regel höher als für reine Bürotätigkeiten – wegen erhöhtem Risiko (Einsatz, körperliche und psychische Belastung).
• Beamte: DU sichert Überbrückung bis zur Versorgung; Angestellte: BU ist zentrale Einkommensabsicherung – Beitrag muss zu Rente und Einkommen passen.
• Verzicht auf Verweisung und abgestufte Leistung sind für Polizei sinnvoll und erhöhen den Beitrag; dafür bessere Leistung im Leistungsfall.
• Praxis-Tipp: Früh absichern senkt den Beitrag; Nachversicherung nutzen, um die Rente mit dem Einkommen mitwachsen zu lassen.
Was den DU-Beitrag bei der Polizei beeinflusst
Versicherer stufen Berufe nach Risiko ein. Polizeivollzugsdienst (Einsatz, Schicht, körperliche und psychische Anforderungen) gehört in der Regel zu den höheren Risikogruppen; Aufschläge von 20–50 % oder mehr gegenüber Bürotätigkeiten sind üblich. Bei gleicher Monatsrente (z. B. 1.500 €) und gleichem Eintrittsalter (z. B. 28) zahlen Polizeibeamte bzw. -angestellte daher oft 80–150 € oder mehr monatlich, während Verwaltungspersonal für vergleichbare Leistung weniger zahlt. Tarifmerkmale wie Verzicht auf abstrakte Verweisung und abgestufte Leistung verbessern die Leistung, erhöhen aber den Beitrag. Für Polizisten lohnen sie sich, weil im Leistungsfall die zuletzt ausgeübte Tätigkeit maßgeblich ist und kein Verweis auf einen anderen Beruf erfolgt.
Karenzzeiten von 6 Monaten und Laufzeiten bis 67 sind üblich. Lassen Sie sich die Anerkennung Ihres Polizei-Tätigkeitsbilds (z. B. Polizeivollzugsbeamte/r) schriftlich bestätigen. Ein jährlicher Check mit einem Berater für Blaulichtberufe hält die Absicherung passend.
Beitrag und Höhe passend wählen
Orientieren Sie die Rente am Bedarf: Beamte an Überbrückung und Lücke zur Versorgung (oft 35–45 % der letzten Bezüge in den ersten Jahren); Angestellte an Nettoeinkommen und Lebensstandard (z. B. 60–70 % des Nettos). Nachversicherung erlaubt spätere Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung – z. B. bei Beförderung A 8 auf A 9. Vergleichen Sie mehrere Anbieter (mindestens zwei bis drei) und nutzen Sie Tarife, die auf den öffentlichen Dienst und Einsatzkräfte zugeschnitten sind. Eine Beratung für Polizeiangehörige hilft, Beitrag und Leistung optimal zu kombinieren.
Fazit
Der DU-Beitrag für Polizei reflektiert das Berufsrisiko; mit sinnvoller Rente und gutem Tarif bleiben Sie gut abgesichert. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.