Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) soll im Fall der DU die Versorgungslücke zwischen wegfallendem Dienstgehalt und (geringer) Ruhegehaltsfähigkeit oder Erwerbsminderungsrente schließen. Wie viel DU-Rente sinnvoll ist und wie Beitrag und Gehalt zusammenspielen, ist für Beamtinnen und Beamte eine zentrale Planungsfrage. Dieser Artikel gibt Faustregeln zur Absicherungshöhe, zur Orientierung am Nettogehalt und zur Beitragsbelastung.
DU-Beitrag und Gehalt – wie viel absichern? Richtwert für Beamte
Das Wichtigste in Kürze
- Orientierung an der Versorgungslücke:
- Die DU-Rente sollte die Differenz zwischen dem gewohnten netto-Dienstgehalt und dem absehbaren Einkommen bei DU (Ruhegehalt, Erwerbsminderung, ggf. Wiedereingliederung) abdecken – typische Zielwerte 60–80 % des Nettoeinkommens.
- Beitrag im Rahmen halten:
- Faustregel: DU-Beitrag oft 3–8 % des monatlichen Nettoeinkommens; je höher die Rente und je länger die Laufzeit, desto höher der Beitrag – Priorisierung nach Budget.
- Nachversicherung nutzen:
- Bei Gehaltserhöhung oder Beförderung kann die DU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung angehoben werden, wenn eine Nachversicherungsgarantie vereinbart ist – so wächst die Absicherung mit.
- Teilzeit und Beihilfe
- einrechnen: Bei Teilzeit das tatsächliche Netto zugrunde legen; Beihilfe und PKV-Beitrag bleiben bei DU oft erhalten, was die benötigte DU-Rente relativieren kann.
Versorgungslücke als Maßstab für die DU-Rente
Bei Dienstunfähigkeit erhalten Beamte in der Regel ein Ruhegehalt (nach mindestens 5 Jahren Dienstzeiten), das deutlich unter dem bisherigen Nettoeinkommen liegt; in den ersten Jahren kann die Versorgung sehr gering oder noch nicht anspruchsberechtigt sein. Die DU-Rente soll die Lücke zwischen diesem Einkommen und dem gewohnten Lebensstandard schließen. Ein üblicher Zielwert ist 60–80 % des bisherigen Nettoeinkommens aus dem Dienst – abzüglich dessen, was aus Ruhegehalt, Erwerbsminderungsrente oder anderen Einkünften bereits fließt. Wer seine voraussichtliche Versorgung (z. B. über die Personalstelle) kennt, kann die nötige DU-Rente konkret ausrechnen.
Beitrag und Absicherungshöhe – was ist tragbar?
Der DU-Beitrag hängt von Rente, Laufzeit (Endalter), Eintrittsalter, Gesundheit und Tarif ab. Als grobe Orientierung gilt: Viele Tarife liegen bei 3–8 % des monatlichen Nettoeinkommens für eine sinnvolle DU-Rente. Wer mehr absichern will, zahlt mehr; wer das Budget begrenzt, kann mit geringerer Rente oder kürzerer Laufzeit starten und später per Nachversicherung aufstocken. Wichtig: Die DU sollte langfristig bezahlbar bleiben – auch bei Teilzeit oder Gehaltsrückgängen. Eine auf Einsatzkräfte spezialisierte Beratung kann mit Ihnen die konkrete Lücke und passende Rente durchrechnen.
Fazit
DU-Beitrag und Gehalt gehören zusammen: Die DU-Rente sollte die Versorgungslücke abdecken (Orientierung 60–80 % Netto), der Beitrag dabei tragbar bleiben (Faustregel 3–8 % Netto). Nachversicherung nutzen, um bei Beförderung oder Gehaltsplus die Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.