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DU-Absicherungshöhe: Wie viel ist wirklich nötig?

20.02.2026 |Allgemein

Wie viel DU-Rente (bzw. BU-Rente) ist wirklich nötig? Für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW hängt die Antwort von Versorgung, gewohntem Einkommen und Haushaltsbudget ab. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die richtige Absicherungshöhe kalkulieren – sachlich und praxisnah.

Das Wichtigste in Kürze

Lücke berechnen : Bedarf bei DU = was Sie monatlich netto brauchen (Existenz + ggf. gewohnter Alltag). Minus das, was Sie bei DU ohne private Police haben: Beamte = Ruhegehalt (Versorgung); Angestellte = ggf. Erwerbsminderungsrente, Arbeitslosengeld oder null, wenn keine Ansprüche. Die Differenz = Lücke = Zielgröße für die DU/BU-Rente.

Versorgung (Beamte) : Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit hängt von Dienstzeiten, Besoldung und Versorgungsrecht ab. Mindestversorgung kann niedriger sein als das letzte Netto. Personalstelle oder Versorgungsrechner nutzen, um die voraussichtliche Versorgung bei DU zu schätzen – dann Lücke zum gewünschten Netto bilden.

Netto-Bedarf : Fixkosten (Miete, NK, Versicherungen, Kredite, KV) + Lebenshaltung (Ernährung, Kleidung, Mobilität, Familie, Rücklagen). Daraus Ziel-Netto bei DU ableiten (z. B. 80 % des bisherigen Netto oder eine feste Summe). Ziel-Netto minus Versorgung = notwendige DU-Rente (brutto; ggf. Steuer auf DU-Rente beachten).

Nachversicherung : Die erste DU-Rente muss nicht „für immer“ reichen. Mit Nachversicherungsgarantie können Sie bei Beförderung, Gehaltserhöhung, Heirat oder Geburt ohne erneute Gesundheitsprüfung die Rente erhöhen. So können Sie anfangs eine moderate Rente wählen und später nachziehen – wichtig, weil Beiträge mit höherer Rente steigen und das Budget in der Anwärterzeit oft begrenzt ist.

Praxishinweis : In der Beratungspraxis wird die Lücke konkret in Euro ausgerechnet (Versorgung aus Bescheid/Rechner, Bedarf aus Haushaltsbuch oder Faustregel). Die DU-Rente wird dann so gewählt, dass sie diese Lücke mindestens schließt – unter Berücksichtigung von Steuer und Beitragsbudget.

Ablauf: So kalkulieren Sie

1. Versorgung bei DU ermitteln (Beamte: Ruhegehalt; Angestellte: Erwerbsminderung/Null).

2. Ziel-Netto bei DU festlegen (Existenz + gewünschter Alltag).

3. Lücke = Ziel-Netto minus Versorgung (und ggf. anderes Einkommen).

4. DU-Rente (brutto) so wählen, dass nach Steuer (falls relevant) mindestens die Lücke gefüllt wird.

5. Beitrag prüfen – ob er ins Haushaltsbudget passt. Wenn nicht: Rente reduzieren oder Nachversicherung einplanen und später erhöhen.

Beispiele (vereinfacht)

Beamter : Ziel-Netto 2.800 €, Versorgung 1.600 € → Lücke 1.200 €. DU-Rente (netto) mind. 1.200 € nötig → brutto je nach Besteuerung z. B. ~1.300–1.400 € Rente vereinbaren.

Angestellter Rettungsdienst : Ziel-Netto 2.500 €, keine nennenswerte Erwerbsminderungsrente → Lücke 2.500 €. BU-Rente (netto) entsprechend wählen; Steuer auf BU-Rente beachten.

Stolpersteine

Versorgung überschätzen : Mindestversorgung kann deutlich unter dem letzten Gehalt liegen – konkret nachfragen (Personalstelle, Versorgungsträger).

Steuer vergessen : DU/BU-Rente kann steuerpflichtig sein (Ertragsanteil oder volle Versteuerung je nach Vertrag). Netto-Rente nach Steuer für die Lückenberechnung verwenden.

Zu wenig nachversichern : Wer keine Nachversicherungsgarantie hat, muss bei späterer Erhöhung erneut Gesundheitsfragen beantworten – bei verschlechtertem Befund teurer oder abgelehnt.

Fazit

Notwendige DU-Rente = Lücke zwischen Ziel-Netto bei DU und Versorgung (bzw. anderem Einkommen). Versorgung ermitteln, Bedarf festlegen, Lücke in Euro ausrechnen, DU-Rente und Beitrag daran ausrichten. Nachversicherungsgarantie nutzen, um später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und – am Ende – zu unserem Beratungsangebot für Einsatzkräfte.

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