Beamtinnen und Beamte können ihre Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) in vielen Fällen fördern lassen – über Basisrente (Rürup), Riester oder arbeitgeberseitige Angebote. Da bei Beamten bei Dienstunfähigkeit das Ruhegehalt greift, dient die BU vor allem der Lückendeckung. Dieser Artikel erklärt, welche BU-Förderung für Beamte infrage kommt und worauf Sie achten sollten.
BU Förderung für Beamte: Kurzüberblick
Das Wichtigste in Kürze
• BU-Förderung Beamte : Über Basisrente/Rürup Beiträge steuerlich absetzbar; Leistungen später versteuert. Riester mit BU-Komponente bringt Zulagen.
• Beamtenklausel : Tarif muss Dienstunfähigkeit als Leistungsfall anerkennen – sonst keine BU-Rente bei Verrentung.
• Höhe : Versorgungslücke zwischen Gehalt und Ruhegehalt absichern; Förderung senkt Netto-Beitrag.
• Tipp : Förderung nutzen, Verzicht auf abstrakte Verweisung und Nachversicherung nicht vernachlässigen.
Welche BU-Förderung für Beamte?
Beamte haben keinen Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente – bei Dienstunfähigkeit gibt es Ruhegehalt (oft 70–75 % des letzten Nettos). Die BU soll die Lücke (typisch 20–30 %, bei 3.000 € Netto z. B. 500–800 € BU-Rente) schließen. Beiträge können über eine BU in der Basisrente (Rürup) steuerlich geltend gemacht werden; die Rente wird später versteuert – der Netto-Beitrag sinkt (je nach Steuersatz 20–40 % Ersparnis auf den Beitrag). Riester mit BU-Baustein bringt Staatliche Zulage (Grundzulage, ggf. Kinderzulage); dafür gelten Eigenbeitrags- und Verwendungsregeln. Viele Dienstherren zahlen zudem BU-Zuschuss (z. B. 15–25 €/Monat, oft steuerfrei bis 30 €/Monat).
Konkret: Wer 120 € brutto für BU in der Basisrente zahlt, kann je nach Steuersatz 30–50 € netto sparen; die spätere Versteuerung der Rente bleibt zu beachten.
Was Sie konkret prüfen sollten
Wählen Sie einen Tarif mit Beamten- bzw. Dienstunfähigkeitsklausel (Leistung bei § 26 BeamtVG), damit bei Dienstunfähigkeit die BU-Rente gezahlt wird – ohne DU-Klausel leistet die BU oft erst bei strengerer Berufsunfähigkeit nach SGB VI. Die Absicherungshöhe sollte die Versorgungslücke abdecken (Lücke aus Netto minus Ruhegehalt berechnen; bei 3.200 € Netto und 72 % Versorgung z. B. rund 900 € Lücke). Nutzen Sie Förderung, um die Netto-Kosten zu senken – ohne die Tarifqualität (Verzicht auf abstrakte Verweisung, Nachversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung) zu opfern. Drei bis fünf Angebote vergleichen.
Fazit
BU-Förderung für Beamte kann die BU-Beiträge netto reduzieren und die Absicherung der Versorgungslücke erleichtern. Förderung nutzen, Beamtenklausel und gute Bedingungen im Blick behalten. Mehr: Blaulichtversichert Blog.
Quellen
• BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
• Unser Angebot – Beratung für Einsatzkräfte