Angestellte in Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst haben keinen dienstlichen BU-Schutz – eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für sie zentral. Der BU-Antrag für Angestellte erfordert sorgfältige Angaben zu Beruf, Gesundheit und Einkommen. Dieser Artikel erklärt Ablauf, Fristen und typische Fallstricke.
BU Antrag für Angestellte: Überblick für Einsatzkräfte
Das Wichtigste in Kürze
• BU-Antrag Angestellte: Vollständige Gesundheitsangaben (Fragebogen), Beruf und Einkommen korrekt angeben; Risikovoranfrage möglich, um Annahme und Zuschläge vorab zu klären.
• Absicherungshöhe: Orientierung ca. 80 % des Nettoeinkommens; oft mindestens 1.500–2.000 € Monatsrente – Höchstgrenzen des Anbieters beachten (z. B. 5.000 €).
• Fristen: Antragsfrist nach Angebot oft 3–6 Monate; bei Vorerkrankungen kann Risikoprüfung länger dauern (Wochen bis Monate).
• Empfehlung: Mehrere Angebote einholen, Bedingungen (Verzicht abstrakte Verweisung, Nachversicherung) vergleichen; bei Unklarheiten Beratung nutzen.
Ablauf des BU-Antrags für Angestellte
Der Antrag umfasst persönliche Daten, Beruf (genaue Tätigkeitsbeschreibung), Einkommen und Gesundheitsfragen. Wichtig: Alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten – Verschweigen kann zu Leistungsverweigerung oder Vertragsannullierung führen. Viele Anbieter bieten eine Risikovoranfrage (anonymisierte Vorprüfung) an, um Annahme, Ausschlüsse oder Zuschläge vor dem offiziellen Antrag zu klären. Die Annahme erfolgt oft innerhalb von 2–6 Wochen; bei Auffälligkeiten können Zuschläge, Ausschlüsse oder Ablehnung folgen. Nachvertragliche Anzeigepflicht beachten: Änderungen von Beruf oder Gesundheit können meldepflichtig sein.
Leistungsumfang und Karenz
Typische Vertragsmerkmale: Verzicht auf abstrakte Verweisung, Karenzzeit oft 6 Monate (kürzer = teurer), Dynamik (z. B. 3 % jährlich), Nachversicherungsgarantien ohne erneute Gesundheitsprüfung. Leistungsbeginn in der Regel ab 50 % Berufsunfähigkeit für voraussichtlich mindestens 6 Monate. Angestellte ohne Arbeitgeber-BU sollten so früh wie möglich abschließen – Beiträge steigen mit dem Alter; ab 45–50 wird die Antragstellung oft schwieriger oder teurer.
Fazit
Der BU-Antrag für Angestellte erfordert vollständige und korrekte Angaben; Risikovoranfrage und Vergleich mehrerer Anbieter lohnen sich. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.