Deckung im Kontext Blaulicht meint den Leistungsumfang Ihrer Versicherungen und Vorsorge: Berufshaftpflicht (Deckungssumme), BU (Monatsrente), Altersvorsorge (VBL, bAV, Riester) und ggf. PKV/Beihilfe. Für Feuerwehr-Angehörige ist entscheidend, dass Tätigkeit und Risiko abgedeckt sind und keine Lücken entstehen. Dieser Artikel gibt eine Übersicht.
Blaulicht für Feuerwehr: Deckung im Überblick
Das Wichtigste in Kürze
• Berufshaftpflicht : Deckungssumme mind. 1–3 Mio. € pro Schadenfall; Tätigkeit „Feuerwehr“ bzw. „öffentlicher Dienst“ im Vertrag abgedeckt; Ausschlüsse prüfen.
• BU : Monatsrente so wählen, dass im Leistungsfall Grundbedarf gedeckt ist (z. B. 1.500–2.500 €); Nachversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung nutzen.
• Altersvorsorge : VBL-Anwartschaft, bAV und Riester – Gesamtdeckung für gewünschte Altersrente grob durchrechnen; Lücke mit privater Vorsorge schließen.
• Checkliste : Einmal jährlich alle Deckungen (BHV, BU, VBL, bAV, Riester) prüfen und anpassen.
Was „Deckung“ bei den einzelnen Bausteinen bedeutet
Berufshaftpflicht: Die Deckungssumme (z. B. 2 Mio. €) ist die Obergrenze pro Schadenfall; darüber haften Sie selbst. 1–3 Mio. € gelten als sinnvoll (vgl. BaFin); bei Personenschäden können Forderungen fünf- bis sechsstellig werden. BU: Die versicherte Monatsrente wird bei Berufsunfähigkeit gezahlt; sie sollte Ihren Bedarf (Miete, Lebensunterhalt, Familie) abdecken – Richtwert 70–80 % des Nettogehalts. Altersvorsorge: „Deckung“ hier = wie viel Rente Sie aus VBL, bAV und Riester erwarten – reicht das für Ihre Ziele? Versorgungsauskunft bzw. VBL-Bescheid einholen und Nettorente grob durchrechnen.
Für Feuerwehr wichtig: Einsatztätigkeit (technische Hilfe, Brandbekämpfung, Rettung) darf in der BHV nicht pauschal ausgeschlossen sein. BU-Tarife für „Blaulicht“ oder „Feuerwehr“ berücksichtigen oft die Tätigkeit; Nachversicherung bei Beförderung oder Gehaltserhöhung nutzen (Frist oft 3–6 Monate ).
Deckungs-Checkliste Feuerwehr
1. BHV: Deckungssumme ≥ 1 Mio. €, besser 2–3 Mio. €? Feuerwehr-Tätigkeit abgedeckt? Ausschlüsse (Gefahrgut, Höhen) gelesen? 2. BU: Monatsrente und Laufzeit (bis 67 ) passend? Nachversicherung vereinbart? 3. VBL: Bescheid vorliegen? Anwartschaft und voraussichtliche Leistung bekannt? 4. bAV/Riester: Beiträge und erwartete Leistung; Lücke zur Wunschrente? 5. Termin: Jährlich oder bei Beförderung/Familienänderung prüfen. Empfehlung: Vergleichstabelle mit Deckung, Beitrag und nächstem Prüftermin anlegen.
Praxistipp: Belege und Vertragsunterlagen aufbewahren; bei Unklarheit Beratung (z. B. Blaulichtversichert) oder Personalstelle einbeziehen. Fristen im Kalender eintragen (z. B. Ruhestandsantrag 3 Monate vorher, Widerspruch 1 Monat).
Konkret: Zahlen und Fristen prüfen – z. B. Mindestdeckung 1–3 Mio. € bei Berufshaftpflicht, BU-Rente 70–80 % des Nettogehalts als Richtwert, Nachversicherung innerhalb 3–6 Monate nach Gehaltserhöhung nutzen. Handlungsempfehlung: Einmal jährlich alle Verträge (BHV, BU, Altersvorsorge) durchgehen und bei Lebensereignissen (Beförderung, Familie, Wechsel) anpassen; Fristen (z. B. 24 Monate bAV-Übertragung, 1 Monat Widerspruch) einhalten.
Fazit
Deckung für Feuerwehr: BHV, BU und Altersvorsorge aufeinander abstimmen; jährlich prüfen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.