Für Feuerwehrangehörige – ob haupt- oder nebenberuflich – ist die Selbstbeteiligung bei der Berufshaftpflichtversicherung (BHV) eine zentrale Stellschraube: Sie senkt den Beitrag, erhöht aber Ihren Eigenanteil im Schadenfall. Gerade bei häufigem Einsatzrisiko sollte die Höhe bewusst gewählt werden. Dieser Artikel erläutert Vor- und Nachteile sowie typische Größenordnungen.
Berufshaftpflicht für Feuerwehr: Selbstbeteiligung im Übe
Das Wichtigste in Kürze
• Selbstbeteiligung : Der von Ihnen zu tragende Betrag pro Schadenfall (z. B. 150 €, 300 € oder 500 €); darunter übernimmt die Versicherung nicht.
• Vorteil : Geringerer Monatsbeitrag; Nachteil: Bei jedem Schadenfall zahlen Sie die Selbstbeteiligung – bei vielen kleinen Vorkommnissen kann das teurer werden.
• Typische Werte : Oft 0 €, 150 € oder 250–500 €; für Feuerwehr mit überschaubarem Einzelrisiko oft 150–250 € vertretbar.
• Empfehlung : Nur wählen, wenn Sie den Betrag im Schadenfall problemlos zahlen können; sonst 0 € für maximale Planbarkeit.
Was die Selbstbeteiligung bei der Berufshaftpflicht bedeutet
Die Berufshaftpflichtversicherung kommt für beruflich verursachte Schäden auf – bis zur vereinbarten Deckungssumme. Eine Selbstbeteiligung (auch Eigenbeteiligung) legt fest: Pro Schadenfall tragen Sie einen festen Betrag selbst (z. B. 250 €), den Rest übernimmt der Versicherer. Vorteil: Der Jahresbeitrag sinkt oft um 10–25 % (z. B. von 120 € auf 90–100 € bei 250 € SB). Nachteil: Bei mehreren kleinen Schäden zahlen Sie mehrfach die Selbstbeteiligung; zudem können Bagatellschäden unter der Grenze liegen und Sie tragen 100 % selbst.
Für Feuerwehr-Tätigkeiten (technische Hilfe, Rettung, Brandbekämpfung) sind Einzelschäden oft mittlerer Größe; eine moderate Selbstbeteiligung (z. B. 150–250 €) kann ein guter Kompromiss sein. Bei 0 € haben Sie keine unkalkulierbaren Zuzahlungen – wichtig, wenn Sie Wert auf Planbarkeit legen oder geringes Einkommen haben.
So wählen Sie die passende Selbstbeteiligung
1. Haushaltsbudget: Können Sie 150–500 € im Schadenfall ohne Weiteres zahlen? Wenn nein, 0 € wählen. 2. Ersparnis vs. Risiko: Ersparnis pro Jahr ausrechnen (z. B. 30 € × 12 = 360 €); ab wann lohnt sich eine Selbstbeteiligung (z. B. erst ab dem 2. Schadenfall)? 3. Tarifvergleich: Mehrere Anbieter mit 0 €, 150 € und 250 € Selbstbeteiligung vergleichen – oft ist die Differenz nur 20–40 €/Jahr. 4. Regelmäßige Prüfung: Bei Gehalts- oder Lebenslagenänderung (z. B. Familie, Hausbau) Entscheidung neu bewerten. Praxistipp: Feuerwehr-Tarife mit 0 € SB oft ca. 80–150 €/Jahr; mit 250 € SB ca. 60–120 €/Jahr – die Ersparnis rechtfertigt nur dann eine SB, wenn Sie den Betrag jederzeit flüssig haben.
Konkret: Zahlen und Fristen prüfen – z. B. Mindestdeckung 1–3 Mio. € bei Berufshaftpflicht, BU-Rente 70–80 % des Nettogehalts als Richtwert, Nachversicherung innerhalb 3–6 Monate nach Gehaltserhöhung nutzen. Handlungsempfehlung: Einmal jährlich alle Verträge (BHV, BU, Altersvorsorge) durchgehen und bei Lebensereignissen (Beförderung, Familie, Wechsel) anpassen; Fristen (z. B. 24 Monate bAV-Übertragung, 1 Monat Widerspruch) einhalten.
Fazit
Selbstbeteiligung bei BHV für Feuerwehr: Bewusst wählen; 0 € für maximale Planbarkeit, 150–250 € für Beitragsersparnis bei tragbarem Risiko. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.