Beamtinnen und Beamte in der Polizei sind beihilfeberechtigt und decken die Restkosten über eine beihilfekonforme private Krankenversicherung ab. Die Wahl des Anbieters und Tarifs beeinflusst Beitrag, Leistung und Service langfristig. Dieser Artikel gibt Tipps zur Anbieterwahl für Beihilfe (Restkosten-PKV) bei Polizeibeamten.
Beihilfe-anbieter: Tipps für Einsatzkräfte
Das Wichtigste in Kürze
• Beihilfekonformität : Tarif muss beihilfekonform sein ( Leistungen an Beihilfe-Katalog angepasst); Übererfüllung (z. B. bessere Zahn- oder Klinikleistung) möglich, erhöht Beitrag.
• Polizei : Einsatzbelastung und ggf. Schichtdienst – Leistungstiefe (Station, Vorsorge, Reha) und keine Ausschlüsse für Polizeiberuf prüfen.
• Vergleich : Beitrag (aktiv, Ruhestand), Leistungsumfang, Familienoption (Kinder, Partner) und Kosten bei mehreren Anbietern vergleichen.
• Empfehlung : Anbieter mit Erfahrung Beamte/Beihilfe wählen; Tarif auf Ruhestand ( Beihilfesatz 70 %) und Beitragsentwicklung prüfen.
Anbieterwahl für Polizeibeamte: Kriterien
Beihilfe und Restkosten: 50 % oder 70 % Beihilfesatz (je nach Familienstand); Restkosten-PKV deckt den Rest. Leistung: Ambulant, stationär, Zahn, Heilmittel – beihilfekonform; Optionen wie Chefarzt, Einbettzimmer oder bessere Zahnleistung erhöhen Deckung und Beitrag (oft +10–25 % monatlich). Polizei: Keine Berufsausschlüsse oder Risikozuschläge für Polizeivollzugsbeamte; Vorsorge und Reha im Tarif prüfen – bei Einsatzbelastung und Schicht sinnvoll. Handlungsempfehlung: Mindestens 3 Angebote einholen; Beitrag für heute, Ruhestand und ggf. mit Kindern vergleichen. Beitragsrichtwert: Polizeibeamte aktiv oft ca. 120–220 €/Monat (Restkosten-Tarif, 50 % Beihilfe, je nach Alter und Tarif); im Ruhestand Beitrag oft höher – Prognose einholen.
Beitrag und Ruhestand im Blick
Beitrag: Monatlicher Beitrag hängt von Alter, Eintritt, Tarif und Familienstatus ab; Ruhestand: Beihilfesatz im Ruhestand oft 70 % – Eigenanteil 30 %; viele Tarife steigen im Alter ( Altersrückstellungen ). Konkret: Beitrag mit 67 kann 20–40 % über dem aktiven Beitrag liegen – langfristige Planung wichtig. Familie: Kinder und Partner (falls beihilfeberechtigt) können mitversichert werden – Familientarife und Beitrag prüfen; Kinder bis 25 bzw. 27 (in Ausbildung). Frist: Wechsel des Anbieters nur zu bestimmten Terminen (z. B. Jahresende); Kündigungsfrist (oft 3 Monate) beachten. Empfehlung: Jährlich Beitrag und Leistung prüfen; bei Beförderung oder Familienänderung Tarif anpassen ( Nachversicherung bei PKV teils möglich).
Praxistipp: Belege und Vertragsunterlagen aufbewahren; bei Unklarheit Beratung (z. B. Blaulichtversichert) oder Personalstelle einbeziehen. Fristen im Kalender eintragen (z. B. Ruhestandsantrag 3 Monate vorher, Widerspruch 1 Monat).
Konkret: Zahlen und Fristen prüfen – z. B. Mindestdeckung 1–3 Mio. € bei Berufshaftpflicht, BU-Rente 70–80 % des Nettogehalts als Richtwert, Nachversicherung innerhalb 3–6 Monate nach Gehaltserhöhung nutzen. Handlungsempfehlung: Einmal jährlich alle Verträge (BHV, BU, Altersvorsorge) durchgehen und bei Lebensereignissen (Beförderung, Familie, Wechsel) anpassen; Fristen (z. B. 24 Monate bAV-Übertragung, 1 Monat Widerspruch) einhalten.
Fazit
Polizeibeamte: Beihilfekonforme Restkosten-PKV bei mehreren Anbietern vergleichen; Leistungstiefe und Ruhestandsbeitrag einplanen. Weitere Fachartikel und vertiefende Themen finden Sie im Blaulichtversichert Blog.