Wer nur einzelne Verträge kennt – DU hier, Riester dort, Pflegezusatz woanders – verliert leicht den Gesamtblick. Ein Absicherungs-Portfolio fasst zusammen, was Sie in welcher Lebensphase und für welches Risiko abgesichert haben: Einkommen, Alter, Pflege, Krankheit, Todesfall. Dieser Artikel gibt einen Gesamtüberblick über die zentralen Bausteine eines solchen Portfolios für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst – als Checkliste und Orientierung für Ihre eigene Planung.
Absicherungs-Portfolio: Gesamtüberblick für Einsatzkräfte
Das Wichtigste in Kürze
- Einkommensabsicherung
- (DU/BU) ist die Grundlage: Sie sichert Miete, Familie und alle weiteren Zahlungen bei Dienst- oder Berufsunfähigkeit; ohne sie ist das übrige Portfolio instabil.
- Altersvorsorge
- (bAV, VWL, Riester, Rürup, private Vorsorge) schließt die Versorgungslücke im Ruhestand; sie baut auf stabilem Einkommen (heute und im DU-Fall) auf.
- Kranken- und Pflegeabsicherung
- (Heilfürsorge/Beihilfe, PKV, Pflegezusatz) decken Krankheits- und Pflegekosten; im Portfolio neben Einkommen und Alter mitdenken.
- Risikoschutz
- (Risiko-Leben, Unfall, Rechtsschutz) ergänzt das Portfolio je nach Familie und Bedarf; Priorität hat immer die Einkommensabsicherung.
Baustein 1: Einkommensabsicherung (DU/BU)
Ziel: Bei Dienstunfähigkeit (Beamte) oder Berufsunfähigkeit (Angestellte) ein monatliches Einkommen zu haben, das die Versorgungslücke (Beamte) bzw. das Nettoeinkommen (Angestellte) abdeckt. Produkte: Private DU-Versicherung, BU-Versicherung. Wichtige Stellschrauben: Tätigkeitsbild, Verzicht auf abstrakte Verweisung, Nachversicherung, Karenzzeit, Beitrag und Laufzeit. Im Portfolio sollte dieser Baustein prioritär und in ausreichender Höhe stehen – alles andere baut darauf auf.
Baustein 2: Altersvorsorge
Ziel: Versorgungslücke im Ruhestand schließen (Differenz zwischen Pension/Rente und gewünschtem Einkommen). Produkte: Betriebliche Altersvorsorge (bAV), Vermögenswirksame Leistungen (VWL), Riester, Rürup/Basisrente, private Kapitalanlage. Im Portfolio: Nach DU/BU die zweite große Säule; Förderung (Arbeitgeber, Staat) nutzen und langfristig planen. Bei DU müssen Beiträge weiter bedient werden können – deshalb ist Schicht 1 (DU/BU) Voraussetzung.
Baustein 3: Kranken- und Pflegeabsicherung
Ziel: Krankheitskosten (Heilfürsorge/Beihilfe + Restkosten-PKV oder GKV) und Pflegekosten (gesetzliche Pflege + Pflegezusatz) abdecken. Im Portfolio: Für Beamte typisch Beihilfe + PKV; für Angestellte GKV oder PKV; Pflegezusatz (Tagegeld, Kostenerstattung, Pflege-Bahr) als Ergänzung. Diese Bausteine laufen parallel zu Einkommen und Altersvorsorge – sie sichern nicht das Einkommen, sondern die Kosten bei Krankheit und Pflege.
Baustein 4: Risikoschutz (Todesfall, Unfall, Recht)
Ziel: Todesfall (Risiko-Leben für Familie/Kredit), Unfallfolgen (Unfallversicherung, ggf. Invalidität), Rechtstreitigkeiten (Rechtsschutz). Im Portfolio: Nach Einkommensabsicherung und tragfähiger Altersvorsorge; besonders Risiko-Leben bei Abhängigen und Krediten sinnvoll. Rechtsschutz (Dienst, Versicherung) kann bei Streit mit Dienstherr oder Versicherer helfen.
Portfolio-Check: Was gehört wohin?
| Bereich | Typische Bausteine | Priorität |
|———————-|—————————————-|———–|
| Einkommen | DU, BU | 1 |
| Alter | bAV, VWL, Riester, Rürup, privat | 2 |
| Krankheit/Pflege | Beihilfe/PKV, GKV, Pflegezusatz | parallel |
| Risiko | Risiko-Leben, Unfall, Rechtsschutz | 3 |
Fazit
Ein Absicherungs-Portfolio umfasst Einkommensabsicherung (DU/BU), Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeabsicherung und Risikoschutz. Die Reihenfolge der Prioritäten: Zuerst Einkommen (DU/BU), dann Alter, dann Krankheit/Pflege und Risiko – alles im Blick behalten und regelmäßig prüfen. Weitere Fachartikel: Blaulichtversichert Blog.